Zentrum polis aktuell – Politik lernen in der Schule: Politisches Lernen in der Volksschule
Nationale und internationale Forschungsprojekte belegen, dass Kinder schon in jungen Jahren ein politisches Bewusstsein entwickeln. Politische Bildung in der Volksschule leistet einen Beitrag dazu, dass Kinder später kritische und mündige BürgerInnen der Gesellschaft werden.
Vorstandsmitglieder der IGPB haben Unterrichtsbeispiele entwickelt, die verschiedene gesellschaftliche Themen wie Kinderrechte, Armut, Krieg, Gerechtigkeit oder Unterschiede zwischen Stadt und Land in den Fokus rücken und einen niederschwelligen Zugang zu den Themen ermöglichen.
Aus dem Inhalt:
Patricia Hladschik: Ich habe eigene Rechte, und das ist gut so!
Philipp Mittnik: Was hat Bildung mit Armut zu tun?
Daniela Ingruber: Was haben Krieg und Frieden mit mir zu tun?
Thomas Stornig: Ein neuer Freizeitpark für Wummertal?
Robert Hummer: Wie wollen wir unser Gemeinwesen gestalten?
Georg Marschnig: War der Schulweg früher gesünder, klüger und lustiger?
Daniela Ingruber: Woher kommt unser Essen?
Philipp Mittnik: Wie könnte eine Stadt für Kinder aussehen?
Patricia Hladschik: Wie werden politische Entscheidungen in der Gemeinde getroffen?
Robert Hummer: Kann etwas für jemanden gerecht sein, das für andere ungerecht ist?
Georg Marschnig: Wo ist das Leben besser – auf dem Land oder in der Stadt?
Thomas Stornig: Wie erkennt man (un)glaubwürdige Medienberichte?
Essen ist ein Grundbedürfnis. Doch was wir wann und unter welchen Bedingungen essen, ist eine politische Frage, die aufgrund des Klimawandels nochmals an Komplexität gewinnt. Mithilfe dieses Unterrichtsbeispiels sollen die Schüler:innen ein Verständnis dafür erlangen, dass ihre Essensentscheidungen durchaus Auswirkungen auf andere Menschen und auf die Umwelt haben. Das reicht von der Frage, was uns schmeckt, über die Information, wo das Essen herkommt, bis zu der Ursache, warum es dort herkommt. Weiters gibt es die Diskussion, ob man wirklich alles zu jeder Jahreszeit kaufen können muss. Schließlich stellt sich noch die Herausforderung, dass Essen nicht zu teuer sein darf und trotzdem alle, die dafür arbeiten, ausreichend gut leben können sollen. Einfach ist das nicht,
und selbstverständlich ist das alles schon gar nicht. Den Kindern soll mit diesem Übungsbeispiel ein Gefühl für diese hohe Komplexität vermittelt werden – doch ebenso sollen sie den Wert guten und gesunden Essens verstehen und genießen lernen.
Methodik und Didaktik
- Schul-/Lernstufe: Primarstufe
- Sozialform: Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Klassenarbeit/Plenum, Partner:innenarbeit, Passiv (Vortragsmaterial)
- Materialart: Unterrichts-/Bildungsmaterial
- Materialtyp/Methodik: Arbeitsblatt, Broschüre, Stundenbild
- Dauer: Ganze UE, Teil einer UE
- Raum: Indoor